Don Byron (* 8. November 1958 in New York City) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker, Klarinettist, Saxophonist und Komponist aus der Bronx.
Byrons Eltern waren als Musiker tätig. Die Mutter war Pianistin und der Vater Bassist in einer Calypsoband.
so dass sein musikalisches Talent schon früh erkannt und gefördert wurde. Auf diese Weise fand er einen guten Zugang zu Klassik, Ballett und auch Jazz. Er studierte bei
George Russell Musik am New England Conservatory in Boston.
Byron trat international erstmals 1983 in Hamiet Bluietts
Clarinet Family neben J. D. Parran und David Murray auf den Berliner Jazztagen in Erscheinung. Er bewegt sich seit vielen Jahren konsequent in immer wechselndem Umfeld und setzt sich mit den unterschiedlichsten Musikgenres auseinander: Seine künstlerische Spannweite umfasst Klezmer (
Plays the Music of Mickey Katz), afro-karibische Traditionen (
Music for Six Musicians), den Soul von
Junior Walker, die Swingmusik der
Small Bands von
Raymond Scott,
John Kirby oder
Duke Ellington (
Bug Music), aber auch Adaptionen von Komponisten der europäischen Kunstmusik wie
Robert Schumann (auf seinem Debütalbum „Tuskegee Experiments“). Er ist ein Meister der Zitate, bleibt aber immer ein Vertreter des Modern Creative-Stils.
Das Mitglied von The Black Rock Coalition hat auch mit
Vernon Reid,
Uri Caine,
Bill Frisell, Joe Henry, Gerry Hemingway,
Ralph Peterson und anderen aufgenommen; 1991 war er an der Aufnahme von David Murray Big Band Conducted by Lawrence „Butch“ Morris beteiligt. Das Neue-Musik-Ensemble
Bang On A Can hat eine CD seiner Kompositionen veröffentlicht. Sein Bassklarinetten-Solo auf der Aufnahme
I Want to Be Happy von Ivey-Divey war für den Grammy Award nominiert.
Als Gastprofessor an der State University of New York in Albany lehrt er derzeit Musiktheorie, Saxophon, Improvisation und Komposition.